Transmissionselektronenmikroskopie (TEM)

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Moderne Polymerwerkstoffe bestehen vielfach aus zwei oder mehr Phasen, die in meist submikroskopisch feinen Domänen dispergiert sind. Hochtemperaturfeste Thermoplaste enthalten Kristalllamellen, die dafür sorgen, dass der Kunststoff auch bei hohen Temperaturen (beim Lackieren, beim Bügeln oder im Motorraum) fest bleibt. Amorphe Kunststoffe enthalten Elastomerdomänen, die sie schlagzäh machen.

Bei Block- und Pfropfcopolymeren trennen sich die Polymerketten sogar intramolekular in verschiedene Phasen: Jede Kette nimmt an zwei verschiedenen, winzigen Phasen teil. Solche von Licht nicht mehr auflösbaren Strukturen werden mit der Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) sichtbar gemacht, indem dem Material entsprechend ultradünne Schnitte entnommen werden. Der Bildkontrast wird mit selektiv anfärbenden Reagenzien verstärkt. Mit TEM-Präparaten kann man auch Mikrorisse in Materialien nachweisen, die später zum Bruch führen. Damit kann der Mechanismus des mechanischen Versagens aufgeklärt werden, in Ergänzung der REM-Analyse von Bruchflächen.

Mit TEM-Präparaten kann man auch Mikrorisse in Materialien nachweisen, die später zum Bruch führen. Damit kann der Mechanismus des mechanischen Versagens aufgeklärt werden, in Ergänzung der REM-Analyse von Bruchflächen.

Geräte:

  • Zeiss 909 50 und 80 kV Digitalkamera mit BDV
  • EM 10 50 und 80 kV Analogkamera

 

  • Transmissionselektronenmikroskopie für ultradünne Schichten und Ultradünnschnitte
    • Ultradünne Schichten: Latexpräparate, Monoschichten, Mineralpartikeln
    • Ultradünnschnitte: Polymere und Polymer-Blends, mineralgefüllte Systeme
    • Block- und Pfropfcopolymere, elastomere Filme
    • Kryodünnschnitte: hochzähe Materialien, Elastomere

 

chemie_zweiamtem.jpg
Ultradünnschnitt eines Blockcopolymeren mit lamellaren Mokrophasen
Mikroriss in den Phasengrenzflächen eines Polymerblends
TEM